Sicherheits-CheckNotwendiger Sicherheits-Check für das Fahrrad

Besonders im Frühjahr möchten wieder mehr ihr Fahrrad nutzen. Das ist nicht nur gesund, sondern spart auch Spritkosten. Doch vor der ersten Ausfahrt sollte jeder sein Rad auf Verkehrssicherheit überprüfen, um Unfälle aufgrund technischer Mängel zu vermeiden.

7.4.2014 (verpd) Ein Fahrrad, das wochenlang in der Garage oder sonst irgendwo gestanden hat, kann unter Umständen erhebliche Mängel aufweisen, die das Unfallrisiko erhöhen. Daher sollte jeder, der nach dem Winter wieder sein Fahrrad nutzen möchte, sorgfältig kontrollieren, ob es noch verkehrssicher ist. Die Deutsche Verkehrswacht (DVW) gibt entsprechende Tipps.

Nach Angaben der Deutschen Verkehrswacht (DVW) ist es sinnvoll, sein Fahrrad, wenn es länger gestanden hat, gründlich zu putzen und es dann einer Sichtkontrolle zu unterziehen, da sich so Mängel leichter feststellen lassen. Es sollte beispielsweise geprüft werden, ob alle Schrauben fest angezogen sind.

Wichtig ist zudem eine funktionierende Beleuchtung, also Vorder- und Rückleuchten. Mögliche Gründe, warum das Licht nicht mehr funktioniert, können defekte Leuchtmittel, eingerostete Kontakte oder abgerissene Kabel sein. Zu einem verkehrssicheren Fahrrad gehört auch eine funktionierende, hell tönende Klingel.

Bremsen und Reifen

Besonders bedeutsam sind intakte Bremsen. Sie sollten im Stand leicht zu betätigen und die Bremshebel gut erreichbar sein. Die Brems- und Schaltzüge dürfen zudem keine Beschädigungen aufweisen. Zudem dürfen die Bremsbeläge nicht zu hart oder auch abgefahren sein, da sonst eine einseitige oder schlechte Bremswirkung möglich ist.

Ein weiteres Sicherheitskriterium sind unbeschädigte Reifen. Zum einen sollten die Reifen noch ein Profil aufweisen und der Gummi nicht spröde sein. Auch der Reifendruck sollte passen, da es anderenfalls zu Schäden am Reifen kommen kann.

Regelmäßige Wartung

Nicht nur nach der Winterpause, auch während der Nutzung ist es wichtig, die Fahrradkette regelmäßig mit einem passenden Kettenöl zu schmieren. Laut DVW hält eine Kette unter normalen Bedingungen zwischen 3.000 und 6.000 Kilometer. Danach sollte eine neue Kette angeschafft werden, da sich anderenfalls die Kettenräder und Ritzel zu sehr abnutzen.

Nach einer längeren Standzeit kann es auch sinnvoll sein, alle Gelenke eines Rades mit einem Tropfen säurefreien Nähmaschinenöl gängig zu machen.

Gesetzlich vorgeschrieben

Das Velo muss entsprechend den gesetzlichen Vorschriften unter anderem mit Reflektorstreifen oder mit jeweils zwei gelben Speichenreflektoren pro Rad ausgestattet sein. Was sonst noch gesetzlich vorgeschrieben ist, damit das Rad verkehrssicher ist, ist im Internet bei der DVW abrufbar. Weitere Tipps zum Thema „verkehrssicheres Velo“ bietet die Broschüre „Das sichere Fahrrad“ und der Flyer „Prüf Dein Rad“. Beide PDF-Dokumente können kostenlos beim Deutschen Verkehrssicherheitsrat heruntergeladen werden.

Übrigens: Wer den finanziellen Schaden ersetzt haben möchte, wenn sein Fahrrad trotz Vorsichtsmaßnahmen gestohlen wurde, sollte sein Rad entweder über die Hausratversicherung oder über spezielle Fahrradversicherungs-Policen absichern. Informationen dazu gibt es vom Versicherungsfachmann.