Eltern halten ihre Kinder im Straßenverkehr für besonders gefährdet, wie ein Kindersicherheits-Report eines Versicherers zeigt. Tatsächlich schlummern die meisten Gefahren aber woanders.
16.12.2013 (verpd) Alle 20 Sekunden passiert in Deutschland ein Unfall mit Kindern; im Jahr macht dies etwa 1,67 Millionen Unfälle aus. Ein Versicherer hat jetzt erstmals untersuchen lassen, wo die wirklichen Risiken für Kinder liegen und wie man mit Prävention gegensteuern kann. Eines zeigt sich ganz klar: Die Realität widerlegt den Glauben der Eltern, wo ihr Kind am meisten gefährdet ist.
Ein vor Kurzem veröffentlichter Report beleuchtet die Kindersicherheit unter anderem zum Thema Unfallgefahren. Die Untersuchung wurde im Auftrag eines Versicherers in Zusammenarbeit mit der Bundes-Arbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder e.V. und dem Meinungsforschungs-Institut Forsa Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analysen mbH erstellt. Dazu wurden 1.100 Mütter und Väter mit Kindern unter 18 Jahren online befragt.
Nicht der Straßenverkehr birgt das größte Unfallrisiko
Den repräsentativen Forsa-Umfrageergebnissen zufolge sehen 79 Prozent der Eltern ihr Kind besonders im Straßenverkehr als gefährdet an. Bei Eltern von Kleinkindern (bis zu fünf Jahre) sind es 70 Prozent.
Tatsächlich ist aber die Gefahr für Kleinkinder, zu Hause einen Unfall zu erleiden, mehr als zehnmal größer als im Straßenverkehr, so die nationale Kinder- und Jugendgesundheits-Studie des Robert Koch-Instituts. Bei Kleinkindern machen die häuslichen Unfälle sogar zwischen 60 und 85 Prozent aller Unfälle aus.
Insgesamt sehen hier von allen Eltern jedoch nur 17 Prozent eine Gefährdung (Eltern mit Kindern bis fünf Jahren immerhin zu 42 Prozent). Die 341 zusätzlich befragten Erzieher und Lehrer glauben mehrheitlich auch, dass die größte Gefährdung für Kinder vom Straßenverkehr ausgeht (61 Prozent).
Absicherung für den Ernstfall
Doch egal, wo etwas passiert, wenn es zum Unfall kommt, sollte das betreffende Kind zumindest finanziell abgesichert sein. Eine private Vorsorge für den Fall der Fälle ist vor allem deshalb wichtig, da die gesetzliche Unfallversicherung nur Unfälle im Bereich der Schule oder des Kindergartens abdeckt, die meisten Unglücke jedoch in der Freizeit passieren. Und selbst wenn gesetzliche Leistungen gezahlt werden, liegen diese weit unter dem, was mit einer privaten Police abgesichert werden kann und auch zum künftigen Lebensunterhalt notwendig ist.
Im Gegensatz zur gesetzlichen leistet beispielsweise eine private Unfallversicherung weltweit und rund um die Uhr. Zudem sind die Höhe der Kapitalsumme oder/und Rentenleistung im Invaliditätsfall individuell wählbar. Eine Kinder-Invaliditätsversicherung leistet sogar, wenn das versicherte Kind nicht nur durch einen Unfall, sondern auch durch eine Krankheit bleibende Schäden davonträgt. Bei einer dauerhaften Invalidität wird je nach vertraglicher Vereinbarung eine Rente, eine Einmalsumme oder eine Kombination aus beidem ausbezahlt. Die Versicherungssummen sind frei vereinbar.
Tipps und Checklisten, wie sich Kinderunfälle vermeiden lassen, gibt es kostenlos auf den Webseiten der Bundesarbeits-Gemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder e.V. Unter anderem wird aufgezeigt, wie man im häuslichen Umfeld sowie beim Sport und in der Freizeit Unfallgefahren entdeckt und beseitigt. Auch stehen diverse Flyer und Broschüren zum kostenlosen Herunterladen zur Verfügung.